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12.05.2019

Minister Guido Wolf sprach bei der Europawoche 2019

Mit einem Weinpräsent wurde dem Gast aus Stuttgart für seinen Vortrag gedankt.

Mit einem Weinpräsent wurde dem Gast aus Stuttgart für seinen Vortrag gedankt.

Oberbürgermeister Matthias Braun konnte mit Minister Guido Wolf und Minister a. D. Willi Stächele zwei überzeugte Europäer zur Europawoche begrüßen. Rund 80 Gäste waren der gemeinsamen Einladung von Stadt und Europa-Union in das Forum am Hans-Furler-Gymnasium gefolgt.

Zwei europapolitische Schwergewichte kamen am Dienstagabend nach Oberkirch. Mit Minister a. D. Willi Stächele war der Vorsitzende des Landtagsausschusses für Europa und Internationales in das Forum gekommen. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Matthias Braun betonte Stächele die Bedeutung der anstehenden Europawahl am 26. Mai und forderte eine hohe Wahlbeteiligung. Zum Urnengang rief auch Guido Wolf auf. Der Minister der Justiz und für Europa war der Hauptredner der diesjährigen Europawoche. Sein Vortrag hatte den Titel „Quo vadis EU? Europäische Perspektiven nach der Wahl am 26. Mai“. „Europa braucht überzeugte Europäerinnen und Europäer“, war sein Credo. Diese müssten nicht in Brüssel oder Straßburg zu Hause sein sondern gerade in den Städten und Dörfern der Mitgliedsländer. Europa müsse vor Ort getragen werden. Daher sei er gerne zur Europawoche nach Oberkirch gekommen. „Europa ist zu wichtig, um es den Populisten zu überlassen“, betonte Guido Wolf. Er dankte den Organisatoren der Veranstaltung für ihr Engagement in Sachen Europa. „Es ist Zeit für ein klares Bekenntnis zu Europa“, unterstrich der Gast aus Stuttgart. „Nicht trotz sondern weil es keine andere Zukunft für den Kontinent gibt.“

Stimme von 500 Millionen
In einer Welt mit acht Milliarden Menschen würden 80 Millionen Deutsche global nicht wahrgenommen, bei 500 Millionen Europäern sei dies schon anders. „Wir müssen als Europäer die Reihen schließen und mit einer Stimme sprechen, um in der Welt gehört zu werden.“ Bei der Europawahl am 26. Mai könne jeder selbst entscheiden, ob man den europafeindlichen Kräften Auftrieb zugestehe und die Pro-Europäer schwächen wolle. Daher gelte es für eine hohe Wahlbeteiligung zu werben, darin waren sich alle drei Redner einig. Bei allen Mängeln der Europäischen Union, gelte es die Vorteile nicht aus dem Blick zu verlieren. Frieden, Freiheit und Wohlstand seien mit dem europäischen Projekt seit nunmehr über sieben Jahrzehnten fest verbunden. „Die Menschen gilt es zu motivieren nicht nur ihre Stimme zu erheben sondern auch abzugeben.“

Eintrag in das Goldene Buch

Bevor Europaminister die Heimfahrt antrat, trug er sich noch in das Goldene Buch der Stadt ein. Der festliche Abend wurde gelungen durch Schüler der Musikschule Achern/Oberkirch mitgestaltet. Simon Dilger, Benedikt Kasper, Raphael Laufkötter und Jasmin Neuberger spielten für den Ehrengast und die Zuhörer auf. Bei einem Stehempfang im Namen der beiden Veranstalter klang der Abend bei Wein, Gebäck und Gesprächen noch aus.

Text und Fotos Stadt Oberkirch/Ulrich Reich.